Wellness mit Kindern?

Unbedingt! Warum Entspannung keine Frage des Alters ist

93 Prozent. Dreiundneunzig! So viele Kinder zwischen vier und dreizehn Jahren greifen laut Kinder Medien Monitor 2025 zu digitalen Helferlein, wenn sie „entspannen" wollen. Tablet an, Kopf aus, Hörspiel rein, Augen zu. Alles gut. Oder?

Die Wahrheit schaut so aus:

Was da oft passiert, ist keine Entspannung, sondern Ablenkung.

Schnelle Bilder, blinkende Farben, sofortige Belohnung. Das Kindergehirn wird nicht ruhiger, es wird nur anders beschäftigt. Entwicklungspsychologen warnen seit Jahren: Zu viel Medienzeit ersetzt genau jene Dinge, die Kindern wirklich guttun: Freies Spiel. Tagträumen. Geschichten erzählen. Einfach mal Dasitzen und Löcher in die Luft starren. Kinderärzte beschreiben es als „Tunnelblick": Kinder gewöhnen sich so sehr an die schnelle digitale Welt, dass sie Schwierigkeiten bekommen, sich auf langsamere, echte Erlebnisse einzulassen (Quelle: nodi.kids, basierend auf internationaler Forschungslage).


Kinder können sich nicht mehr entspannen. Die Erwachsenen sind schuld daran.

Wir können unseren Kindern keinen Vorwurf machen. Denn wir Erwachsenen sind längst keine Meister mehr im wohltuenden Nichtstun und wissen oft gar nicht mehr, welche kreative Kraft in der scheinbaren Langeweile steckt. „Wir haben das Faulenzen ein Stück weit verlernt, weil wir das Gefühl haben: Wenn wir faulenzen, sind wir unproduktiv", sagt Freizeitwissenschaftler Ulrich Reinhardt. Abends auf der Couch scrollen wir durch Instagram und nennen es „Feierabend". Oweia.


Es gibt viel zu tun. Für Familien. Für alle.

42 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland empfinden oft oder sehr oft Stress, so der DAK-Präventionsradar. Auch nach der Pandemie hat sich die Lage kaum entspannt: Der Präventionsradar 2024/2025 zeigt, dass die psychische Belastung bei Kindern weiterhin hoch bleibt (Quelle: DAK-Gesundheit / IFT-Nord). Schule, Hobbys, Leistungsdruck, dazu die ewige Reizflut der digitalen Welt. Und dann kommen die Ferien. Endlich! Aber was machen wir? Skifahren am Morgen, Rodeln am Nachmittag, abends Hallenbad. Alles toll. Aber wann darf ein Kind einfach mal ... nichts?


Mama, das Wasser ist wie eine Umarmung!

Was für ein Satz, den wir im Familien-Spa kürzlich aufgeschnappt hatten. Das Gesicht dazu hättet ihr sehen müssen: Pure Glückseligkeit und apfelrote Bäckchen hatte der kleine Genießer, als er auf seiner Poolnudel an uns vorbeitrieb. Warmes Wasser, eine ruhige Umgebung, keine blinkenden Reize beruhigt das Nervensystem kleiner und großer Menschen. Die Schweizer Stiftung Pro Juventute bringt es auf den Punkt: „Langeweile ist eine wichtige Erfahrung und hilft Kindern, zur Ruhe zu kommen. In diesem Vakuum bleibt Zeit, Ideen zu entwickeln und kreativ zu werden."


Wellness für Kinder? Unbedingt! Was heißt das für euren nächsten Urlaub?

Im Kronblick haben wir genau dafür einen eigenen Familien-Spa-Bereich. Nicht weil „Kinder-Wellness" gerade hip ist, sondern weil wir fest daran glauben: Kinder gehören in die Mitte, auch beim Entspannen. Die Kleinen dürfen planschen und entdecken, die Großen finden ihre Ruhe in der Erwachsenen-Oase. Dazwischen passieren diese Momente, in denen eine ganze Familie gemeinsam zur Ruhe kommt. Und plötzlich verlieren Tablet, Smartphone und Co. ihren Reiz. Geht doch auch ohne. Und wie!

 

Und jetzt seid ihr dran: Wie „entspannen" eure Kinder? Und wie haltet ihr es selbst mit dem Nichtstun? Schreibt uns, wir sind gespannt auf eure Geschichten: info@kronblick.com